Weihnachten in Zeiten der Pandemie - Wie sich das Familienfest sicherer gestalten lässt

Gerade in diesen Zeiten sehnen sich die Menschen nach Weihnachten im Familien- und Freundeskreis. Doch auch über die Weihnachtsfeiertage ist es wichtig, die bekannten Pandemieregeln zu beachten, um sich und andere vor Infektionen zu schützen.

Die vierte Pandemiewelle mit der Delta-Variante ist zwar seit Tagen rückläufig, und auch die Lage im Klinikum Heidenheim entspannt sich ein wenig, aber Christoph Bauer, Leiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Heideheim, rät weiter zur Vorsicht: „In einigen Nachbarländern wie Dänemark breitet sich derzeit die besorgniserregende Omikron-Variante rasant aus und zwingt die Menschen dort wieder strenge Kontaktbeschränkungen einzuhalten.“

Vor diesem Hintergrund empfiehlt es sich, die folgenden Themen und Regeln bei der Planung des Weihnachtsfestes zu beherzigen, um Ältere, Schwache oder Kranke zu schützen. Zudem könnten die Auswirkungen eines unkontrollierbaren Omikron-Infektionsgeschehens schwerwiegend sein.

Kontakte deutlich reduzieren: Weihnachten sollte in diesem Jahr erneut nur im engen Familienkreis gefeiert werden. Große Ansammlungen und zahlreiche Kontakte sind der jetzigen Situation nicht zuträglich. Nur wenn Kontakte bewusst reduziert werden, können Infektionen vermieden werden.
 
Testen: Vor dem Fest im Familien- oder Freundeskreis sollten sich alle Teilnehmenden in jedem Fall testen lassen, auch wenn sie bereits geimpft sind. Vor allem dann, wenn ältere, schwache oder kranke Menschen mitfeiern. Eine aktuelle Auflistung der Testmöglichkeiten im Landkreis Heidenheim findet sich unter www.info-corona-lrahdh.de. Ob Teststationen auch über die Feiertage geöffnet haben, kann auf den jeweiligen Webseiten (wenn vorhanden) eingesehen werden. Für die Stadt Heidenheim findet sich bspw. eine Übersicht unter www.heidenheim.de/corona-teststation. Bei Corona-Krankheitssymptomen steht am 24., 25., und 26. Dezember die Fieberambulanz auf dem Gelände des Klinikums Heidenheims als Anlaufstelle zur Verfügung (Öffnungszeiten: für Kinder von 10 bis 16 Uhr, für Erwachsene von 16 bis 21 Uhr). Bei allen Fragen zum Thema Corona hilft die Hotline des Gesundheitsamtes unter 07321 321-7777 auch über die Feiertage von 10 bis 14 Uhr weiter. Weitere Fragen, wie bspw. zur Vorgehensweise bei einem positiven Corona-Test, werden ebenfalls unter www.info-corona-lrahdh.de beantwortet.
 
Auf Abstände achten: Sowohl im Außen- als auch Innenbereich sollte auch bei privaten Zusammenkünften auf die Abstände geachtet werden. Wiederholtes Lüften der Innenräume ist ratsam. Dort wo es möglich ist, sollten gemeinsame Aktivitäten besser ins Freie verlagert werden.

Maske tragen, wo notwendig: Können bestimmte Abstände nicht eingehalten werden, wird dringend dazu geraten, eine Maske zu tragen, um vulnerable Gruppen und auch sich selbst zu schützen.
 
Sich informieren: Die Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Verordnung sind einzuhalten. Die Landesregierung Baden-Württembergs hat bspw. am 20. Dezember eine Anpassung an die Corona-Verordnung beschlossen, dass sich Ungeimpfte bei Weihnachtsfeiern in der aktuell geltenden Alarmstufe II nur noch mit einem weiteren Haushalt treffen dürfen. Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre zählen zur Personenzahl nicht hinzu. Zudem haben Bund und Länder neue Kontaktbeschränkungen ab dem 28. Dezember beschlossen. Unter anderem sollen dann nur noch Zusammenkünfte von maximal zehn Personen erlaubt sein, auch wenn alle beteiligten Personen geimpft oder genesen sind. Auch hier gilt es, sich zu informieren. Aktuelle Beschlüsse auf Bundesebene können unter www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-diese-regeln-und-einschraenkung-gelten-1734724 eingesehen werden. Die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg ist unter www.baden-wuerttemberg.de/de/service/aktuelle-infos-zu-corona/aktuelle-corona-verordnung-des-landes-baden-wuerttemberg/  zu finden.
 
Reisen verschieben: Geplante Urlaubsreisen sollten wenn möglich verschoben oder ausgesetzt werden. Die aktuellen Reisebestimmungen sind zu beachten.
 
Impfen: Das effektivste Mittel gegen das Corona-Virus ist das Impfen. Daher ist jedem dringend dazu geraten, eines der zahlreichen Impfangebote im Landkreis wahrzunehmen. Aktuelle Impfangebote finden sich unter www.info-corona-lrahdh.de/impfen.

Die neue Omikron-Variante wird sich nach Expertenprognosen in den kommenden Wochen auch in Deutschland, in Baden-Württemberg und im Landkreis Heidenheim ausbreiten und Delta als dominante Variante verdrängen. Omikron ist im Vergleich zu Delta sehr viel ansteckender und der Impfschutz vor einer Infektion mit Omikron sinkt nach der zweiten Impfung bereits nach drei bis vier Monaten zunehmend ab, so dass eine Booster-Impfung bereits zu einem früheren Zeitpunkt notwendig ist. Die Ständige Impfkommision (STIKO) empfiehlt das boostern daher nun bereits nach drei Monaten. Es gilt aber auch für Omikron, dass Geimpfte und Genese einen moderateren Krankheitsverlauf haben und besser vor der Infektion geschützt sind als Ungeimpfte.

Christoph Bauer macht die aktuelle Situation noch einmal deutlich: „Unser aller Ziel für die ersten Wochen des neuen Jahres muss es sein, möglichst zu verhindern, dass sich sehr viele Menschen hier im Landkreis gleichzeitig infizieren und erkranken. Nur so können wir unsere Strukturen für die Daseinsvorsorge vor Überlastung schützen und am Laufen halten. Deshalb werden wir uns auch im neuen Jahr auf Kontaktbeschränkungen einstellen müssen. Der Weg aus der Pandemie ist und bleibt das Impfen, Impfen, Impfen!“

Um sich für die bevorstehende Omikron-Welle personell gut aufzustellen, wird auch das Klinikum Heidenheim in den kommenden Tagen an die Öffentlichkeit treten, um ehrenamtliche Helfer zu suchen.