Landkreisverwaltung und kreisangehörige Kommunen stimmen sich über gemeinsame Vorgehensweise bei Veranstaltungen ab

Am Freitagnachmittag fand im Landratsamt Heidenheim eine gemeinsame Besprechung der Landkreisverwaltung mit Vertretern der kreisangehörigen Städte und Gemeinden statt. Anlass war die Aufnahme von Südtirol in die Liste der Risikogebiete durch das Robert-Koch-Institut und eine daraus resultierende Anweisung des Kultusministeriums Baden-Württemberg vom Vormittag.

Im Fokus der Lagebewertung stand, kreisweit eine einheitliche Vorgehensweise bei Fragen im Zusammenhang mit den Corona-Infektionen zu finden – darin waren sich alle Teilnehmenden einig. „Bei der gegenwärtigen Lage gilt es besonnen und nicht übereilt vorzugehen. Trotzdem müssen die aktuelle Situation und die Entwicklungen des heutigen Tages unter Fürsorgegesichtspunkten ernst genommen werden“, betont Landrat Peter Polta.
 
Das Landratsamt und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden haben sich insbesondere in der Frage der Durchführung von Veranstaltungen vor dem Hintergrund der Risikominimierung abgestimmt. Die Landkreisverwaltung empfiehlt gemeinsam mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden unter Zugrundelegung von epidemiologischen Kriterien größere Veranstaltungen in geschlossenen Räumen grundsätzlich abzusagen.
Hierzu nehmen in der Regel die Städte und Gemeinden mit dem Veranstalter Kontakt auf. Bei Unklarheiten steht die zentrale Ansprechstelle des Landratsamtes auch am Wochenende unter 07321 321-7777 von 9 bis 16 Uhr für Informationen zur Verfügung.
 
Zu berücksichtigende Kriterien sind insbesondere:
kommunaler oder überregionaler Charakter Teilnehmerzahl Zielgruppe mit erhöhtem Schutzbedarf Platzierung der Personen
 
Sportveranstaltungen
im Freien können grundsätzlich stattfinden in Gebäuden können unter Beachtung weiterer Regelungen eingeschränkt stattfinden unter 100 Personen sollten bestimmte Hygiene- und Besuchsregeln beachtet werden über 100 Personen soll die Veranstaltung grundsätzlich abgesagt werden
   
Regelungen für Schulen und Kindertageseinrichtungen
In Anlehnung an die Vorgaben des Kultusministeriums empfiehlt der Landkreis Heidenheim:
Alle Personen an Schulen und Kindertageseinrichtungen, die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind, vermeiden – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte und bleiben vorsorglich 14 Tage zu Hause. Die 14 Tage sind aufgrund der lnkubationszeit jeweils ab dem Zeitpunkt der Rückkehr zu zählen.
Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage Kontakt gehabt haben mit einer anderen Person, die in diesem Zeitraum aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, können weiter uneingeschränkt am Schul- bzw. Kita-Betrieb teilnehmen. Sofern bei der Kontaktperson eine COVID-19-Erkankung festgestellt wird, veranlasst das örtliche Gesundheitsamt umgehend weitere Schritte.
 
Besondere Hygiene- und Besuchsregeln
Bezüglich der Veranstaltungen, die nach gemeinsamer Einschätzung des Landratsamtes und der Ortspolizeibehörden stattfinden können, empfehlen wir, im Vorfeld darauf hinzuweisen, dass Personen mit Krankheitssymptomen oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten ( Risikogebiete nach dem Robert-Koch-Institut , neuerdings ergänzt um Südtirol), die aktuell oder in den vergangenen 14 Tagen zurückgekehrt sind, der Veranstaltung fernbleiben sollten.
 
Im Eingangsbereich der Veranstaltung sollte auf Hygienetipps hingewiesen werden, beispielsweise durch Aushänge oder Handzettel.
Nähere Hinweise zu Hygienemaßnahmen finden Sie auf der Website des Landkreis Heidenheim .