Landkreis passt das Impfangebot an geänderte Bedarfe an

Weiterhin viele niederschwellige Impfangebote im Landkreis

Um allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis Heidenheim ein niederschwelliges Impfangebot machen zu können, waren in den vergangenen Wochen insgesamt sechs mobile Impfteams des Landkreises unterwegs. Zudem bot das Mobile Impfteam Ulm im Auftrag des Sozialministeriums zusätzliche Impfmöglichkeiten in den Schloss Arkaden Heidenheim und in der Walter-Schmid-Halle in Giengen. Seit dem 13. November 2021 als Beginn der Impfkampagne konnten dadurch insgesamt 35.389 Impfungen durchgeführt werden. Damit konnte die Impfquote von vollständig Immunisierten im Landkreis Heidenheim auf 64,2 Prozent ausgebaut werden.

„Das ist auf der einen Seite ein Erfolg“, sagt Landrat Peter Polta, „und zeigt wie schnell und lageangepasst im Landkreis eine Impfstruktur nach Schließung des Kreisimpfzentrums aufgebaut und ständig weiterentwickelt wurde. Dennoch zeigt sich seit einiger Zeit ein deutlicher Rückgang der Impfzahlen, was uns nunmehr veranlasst, das Angebot in Abstimmung mit dem Land anzupassen.“ Die Zahl der täglichen Impfungen lag Ende letzten Jahres bei mehreren hundert. Vor allem Auffrischimpfungen waren gefragt, aber auch ein Anteil an Erstimpfungen war zu verzeichnen. Seit zwei Wochen gehen die Zahlen stetig zurück, so dass zuletzt noch durchschnittlich 150 - 200 Impfungen durch die mobilen Teams durchgeführt wurden, neben den Impfungen die weiterhin durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte und Betriebsärztinnen und -ärzte angeboten werden. „Vorrangiges Ziel war es bei der Aufstellung unserer Landkreiskonzeption, jedem einen schnellen und möglichst einfachen Weg zu einer Impfung gegen COVID 19 zu ermöglichen“, so Polta. „Wir konnten schon viel erreichen, dennoch zeigt sich insgesamt, aber auch bei uns im Landkreis, dass die bisher erreichten Impfquoten alleine nicht ausreichen, um uns vor der Omikron-Variante zu schützen. Hier müssen wir weiter überzeugen und appellieren, lassen Sie sich impfen – für sich und für andere.“

Auch in den kommenden Wochen und Monaten soll daher die Impfstrategie im Landkreis Heidenheim weiter fortgeführt werden. Hierfür sicherte das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg dem Landkreis Heidenheim vier Impfteams zu. Die Zahl ergibt sich aus den zu erwartenden Impfungen, den Kapazitäten der Impfteams und der Einwohnerzahl. Landrat Polta erläutert: „Wir setzen weiterhin auf das gemeinsame und sich ergänzende Angebot durch zwei mobile Impfteams des Landkreises und zwei landeseigene Teams, die vom DRK Heidenheim-Ulm betrieben werden und ein wichtiges stationäres Impfangebot in den Schlossarkaden in Heidenheim und der Walter-Schmid Halle in Giengen bieten. Ergänzend wollen wir weiterhin dort vor Ort präsent sein, wo es Bedarfe gibt.“ Hierzu werden zwei Impfteams eingesetzt, um Angebote in der Fläche zu schaffen. Diese flexiblen Strukturen bieten auch Möglichkeiten für Schwerpunkt- und Sonderaktionen und Anpassungen auf sich ändernde Vorgaben oder Empfehlungen, etwa was Impfabstände anbelangt. Mit den aufgebauten Strukturen kann auch im Hinblick auf eine mögliche Omikron-Booster-Impfung, die möglicherweise im Frühjahr angeboten werden kann, reagiert werden und ggf. um weitere Kapazitäten ergänzt werden.