Kommunale Abstrichzentren werden im Landkreis eingerichtet

Land stellt kostenlose und anlasslose Antigen-Schnelltests zur Verfügung

Wie die Landkreisverwaltung mitteilt, arbeitet das Gesundheitsamt aktuell mit Hochdruck an einem Konzept zum Aufbau eines Netzwerkes von kommunalen Abstrichzentren (KAZ) im Landkreis Heidenheim für die Durchführung von Antigen-Schnelltests. Dieses Konzept wird den Städten und Gemeinden als Handlungsleitfaden zur Verfügung gestellt. Landrat Peter Polta und Bürgermeister Norbert Bereska als Vertreter der Städte und Gemeinden ist es besonders wichtig, dass so schnell wie möglich verlässliche Strukturen für Antigen-Schnelltests im Landkreis Heidenheim entstehen, um so die Voraussetzungen für weitere Lockerungen zu schaffen.

Hintergrund ist eine neue Teststrategie der Landesregierung sowie die Planungen der Bundesregierung  im Hinblick auf breitangelegte Testungen in der Bevölkerung. Das bereits etablierte Konzept der Antigen-Schnelltestungen in Pflegeheimen und beim Lehrpersonal sowie bei Beschäftigten in Kindertageseinrichtungen wird deutlich ausgeweitet. Den Kommunen werden drei Millionen Schnelltests aus der Landesreserve zur Verfügung gestellt. Es ist vorgesehen, dass in Ergänzung zu den bestehenden Strukturen in Arztpraxen und Apotheken auch kommunale Testangebote etabliert werden. Das Angebot an die Kommunen ist zunächst bis zum 31. März 2021 befristet, da auch der Bund in Kürze kostenlose Schnelltests zur Verfügung stellen wird. Mit den vom Land zur Verfügung gestellten weiteren kostenlosen Test-Kits soll nun ergänzend vorrangig Personen, die bislang keinen Testanspruch im Rahmen der Test-Verordnung hatten und keine Symptome haben, eine Testung angeboten werden. Darunter fallen die in Kontakt mit vulnerablen Personengruppen stehenden Personen (z. B. pflegende Angehörige), Personen, die ein hohes Expositionsrisiko im beruflichen oder privaten Umfeld hatten oder haben (z. B. Beschäftigte in Schule und Kindertageseinrichtungen, Polizei, Justiz, Verwaltung), Schülerinnen und Schüler und Eltern, Beschäftigte in der Jugendhilfe sowie Wahlhelferinnen und Wahlhelfer.

Im Landkreis Heidenheim kann dabei auf bereits vorhandene Strukturen zurückgegriffen werden. In einer digitalen Bürgermeisterrunde mit Landrat Peter Polta haben sich am Montag, 1. März 2021, die Städte und Gemeinden abgestimmt, in der Startphase zunächst grundsätzlich die Strukturen der temporären Abstrichzentren (TAZ) vor Ort zum Einstieg in die KAZ zu verwenden. Wo bislang bei lokal auftretenden Infektionsgeschehen beispielsweise an Schulen, Kindergärten oder Betrieben ausschließlich die betroffenen Personengruppen auf eine Infektion getestet wurden, soll sich voraussichtlich Anfang/Mitte März der oben aufgeführte Personenkreis freiwillig und kostenlos mittels Antigen-Schnelltest testen lassen können. Hierfür sollen zum Beispiel zunächst Mehrzweckhallen, die derzeit noch nicht genutzt werden können, eingesetzt werden. Das Gesundheitsamt bietet auf Nachfrage an, das Personal der KAZ umfassend zu schulen.

„Der Landkreis wird hierbei als verlässlicher Netzwerkpartner koordinierend und unterstützend tätig“, so Landrat Peter Polta. Die Öffnungszeiten der KAZ sollen kreisweit koordiniert werden, um möglichst breite Öffnungszeiten sowohl morgens als auch abends sowie an Wochenenden und an Feiertagen gewährleisten zu können.

Ein negatives Testergebnis wird nach etwa 15 Minuten schriftlich bescheinigt. Sollte der Antigen-Schnelltest positiv ausfallen, erfolgt eine Meldung an das Gesundheitsamt. Dieses führt den PCR-Bestätigungstest durch und übernimmt die Kontaktpersonennachverfolgung.

„Wir sind äußerst dankbar, dass wir in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit allen Städten und Gemeinden in kürzester Zeit ein tragfähiges Konzept für die Testzentren erstellen konnten. Dieses unkomplizierte und dezentrale Angebot vor Ort macht es für zahlreiche Landkreisbewohnerinnen und Landkreisbewohner um vieles einfacher, sich regelmäßig testen zu lassen. Neben den zunehmenden Impfungen bilden diese Testungen die Grundlage für weitere Schritte zurück in die Normalität“, so Peter Polta und Norbert Bereska.