Impfstrategie des Landkreises und mobile Angebote des Landes

Zahlreiche Impfangebote realisiert

Das Land Baden-Württemberg baut mit der gestrigen Ankündigung, die mobilen Impfteams des Landes auf rund 155 zu erweitern, seine Impfoffensive aus, um angesichts der aktuellen Corona-Lage die Geschwindigkeit beim Impfen voranzutreiben. Der Landkreis Heidenheim ist bereits in der vergangenen Woche selbst aktiv geworden und hat eine eigene Impfstrategie vorgestellt. Nachdem der Kreistag entschieden hatte, das Vorhaben mit 400.000 Euro zu unterstützen, konnten nun innerhalb kurzer Zeit zahlreiche Impfangebote realisiert werden.

„Mit Blick auf die weiterhin sehr hohen Corona-Fallzahlen war es wichtig, dass wir mit der Impfstrategie schnell von der Theorie in die Praxis kommen. Wir haben gezeigt, dass wir die Lage sehr ernst nehmen und die Umsetzung der Impfstrategie dank der Unterstützung der Kreisärzteschaft und der Städte und Gemeinden, die unkompliziert und schnell reagiert haben, direkt angehen konnten“, so Landrat Peter Polta.

Der Landkreis Heidenheim hatte gemeinsam mit der Kreisärzteschaft einen 2-Stufen-Plan erarbeitet. Dieser sieht in einer ersten Stufe vor, niederschwellig Impfungen in den Städten und Gemeinden durch mobile Impfteams aus dem Landkreis in von Städten und Gemeinden zur Verfügung gestellten Örtlichkeiten durchzuführen. Die dort eingesetzten mobilen Impfteams sind an einzelnen Tagen mit niedergelassenen Ärztinnen/Ärzten besetzt. In einer zweiten Stufe werden zudem weitere mobile Impfteams eingesetzt, die – vergleichbar mit den temporären Abstrichzentren (TAZ) – als „Pop-Up-Impfmöglichkeit“ stunden- oder tageweise realisiert werden können und sich aus Mitarbeitenden des Landratsamts sowie ggf. Honorarkräften (Ärztinnen und Ärzte) zusammensetzen. Bereits ab dem morgigen Samstag findet eine erste Impfaktion des Landkreises gemeinsam mit der Kreisärzteschaft in Steinheim statt. In der nächsten Woche kommen weitere Impfangebote in vielen Städten und Gemeinden im Landkreis hinzu. Ziel ist es, den Landkreis flächendeckend durch niederschwellige mobile Impfangebote zu versorgen. Zusätzlich können bis zu zwei Teams ergänzend bei besonderem Bedarf eingesetzt werden, bspw. bei Impfungen in Pflegeheimen oder Schulen.

Angedockt in Ulm und koordiniert vom Landkreis, können nun außerdem dauerhaft zwei mobile Impfteams des Landes eingesetzt werden. Der Impfstützpunkt im Sinne der Landesstrategie ist in den Schlossarkaden in Heidenheim stationiert. Hier sind ab sofort derzeit an sechs Tagen in der Woche (Montag bis Samstag) von 13 bis 18 Uhr Erst-, Zweit- und auch Auffrischungsimpfungen möglich. Eine dauerhafte Impfstation wird ebenfalls zeitnah in der Innenstadt von Giengen eingerichtet.

„Ziel aller Aktivitäten muss es sein, die Kräfte zu bündeln. Nur gemeinsam können wir diese große Aufgabe bewältigen. Ich appelliere auch an den Solidaritätsgedanken derjenigen, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen, dies dringend nachzuholen. Denn nur so können sie sich selbst und diejenigen schützen, die dringend geschützt werden müssen“, so der Landrat des Landkreises Heidenheim nachdrücklich.