Congress Centrum Heidenheim wird Kreisimpfzentrum

Helfer dringend gesucht

Die Entscheidung über die Standorte der Kreisimpfzentren (KIZ) ist gefallen: Für den Landkreis Heidenheim wird ab 15. Januar 2021 das Congress Centrum Heidenheim (CCH) als KIZ dienen.
Nachdem das Landratsamt Heidenheim Ende vergangener Woche dem Ministerium für Soziales und Integration nach Erörterung mit allen Beteiligten und in Abstimmung mit der Stadt Heidenheim das CCH als mögliche Liegenschaft für das KIZ im Landkreis Heidenheim vorgeschlagen hat, hat das Land die Freigabe zwischenzeitlich erteilt. Das KIZ ist aktuell bis Juni 2021 eingeplant.
Die Landkreisverwaltung wird nun alles für einen Start am 15. Januar vorbereiten und detaillierte Planungen erstellen. „Ich bin sehr dankbar, dass wir dabei wieder auf die Unterstützung und die wertvollen Erfahrungen des Führungsstabs sowie den vielen Ehrenamtlichen der Feuerwehr setzen können. In zahlreichen ehrenamtlichen Stunden haben sie bereits im Frühjahr mit Hochdruck im CCH eine zusätzliche Versorgungseinrichtung für den Notfall aufgebaut“, so Landrat Peter Polta. Außerdem wird die Koordination in enger Abstimmung mit Vertretern der Kreisärzteschaft, des Klinikums, der Kassenärztlichen Vereinigung, dem DRK sowie weiteren Institutionen und Hilfsorganisationen erfolgen. Die Impfzeiten sind voraussichtlich kalendertäglich, also sieben Tage die Woche, in zwei Schichten von 7 bis ca. 21 Uhr geplant. Am Tag sollen bis zu 800 Menschen geimpft werden. Hierzu wird das CCH in verschiedene Module eingeteilt: Geplant ist, dass die Impfwilligen am Haupteingang eintreten und sich im Foyer registrieren lassen. Im Martin-Hornung-Saal sollen die Impfungen vorgenommen werden. Dort findet in insgesamt sieben sogenannten Impfstraßen jeweils zunächst ein Arztgespräch zur Aufklärung statt, bevor das medizinische Fachpersonal die Impfung vornimmt. Aktuell ist – abhängig von dem zur Verfügung stehenden Impfstoff – von einer Verimpfung von zwei Dosen im Abstand von 21 bis 28 Tagen auszugehen, um einen Schutz zu erhalten. Flankierend zu dem KIZ wird es voraussichtlich zwei mobile Impfteams geben, die sogenannten „aufsuchenden Angebote“ beispielweise für Pflegeheime. Ein Teil der vulnerablen Gruppen wird vor allem auf diese aufsuchenden Angebote zur Impfung angewiesen sein. Daher stellen die mobilen Impfteams eine wichtige Ergänzung zum KIZ dar. Eine Priorisierung der zu impfenden Personen wird derzeit von der Ständigen Impfkommission, dem Ethikrat und der Leopoldina erarbeitet, dies soll durch eine Rechtsverordnung des Bundes konkretisiert werden.
„Die Umsetzung ist nicht nur eine logistische Herausforderung. Wir werden insgesamt bis zu 100 Helferinnen und Helfer benötigen, die den Betrieb gewährleisten sollen“, so der Landrat. Die Anforderungen an das Personal seien groß. Das reiche von Verwaltungskräften, die die Impfwilligen registrieren bis hin zu Ärzten, die aufklären und medizinischem Fachpersonal, das die Impfungen vornimmt. „Um diesen ungeheuren Kraftakt neben der Nachverfolgung der Infektionsketten leisten zu können, sind wir auf jede Unterstützung angewiesen. Deshalb rufe ich alle Einwohnerinnen und Einwohner, die helfen wollen, dazu auf, sich zu melden“, so der Landrat. Gesucht werden beispielweise Ärzte/Ärztinnen, medizinisches Fachpersonal, Apotheker/innen, pharmazeutisch-technische Assistenten/Assistentinnen, Krankenpfleger/innen, Altenpfleger/innen, Pflegehelfer/innen, Medizinstudenten/Medizinstudentinnen, Sanitäter/innen, Verwaltungskräfte und weitere. Interessierte können sich zusätzlich zu bereits bestehenden Angeboten ab nächster Woche auch über die Homepage des Landratsamtes Heidenheim unter www.landkreis-heidenheim.de , Stellenangebote, melden. Eine Kontaktaufnahme ist auch telefonisch unter der Telefonnummer 07321/321-2330 möglich.